¹ 2022 wie ursprünglich nach IFRS 4 berichtet. Nach der Umstellung auf IFRS 17 wurde für 2022 rückwirkend eine Eigenkapitalrendite von 20,2 % ausgewiesen (angepasstes Ergebnis je Aktie: 38,12 €).
² Ab 2023 berichtet die Münchener Rück nach IFRS 17, Beiträge und Ergebnis sind mit den Vorjahren daher nur eingeschränkt vergleichbar. Ergebnis je Aktie 2019–2025 laut finanzen.net, übrige Werte laut Geschäftsberichten; einzelne Vorjahreswerte wurden später angepasst.
Die Zyklik ist sichtbar, der Trend ebenfalls. In Jahren mit außergewöhnlich vielen Großschäden bricht der Gewinn ein: 2011 (Häufung von Naturkatastrophen, u. a. das Erdbeben in Japan) blieben nur 0,71 Mrd. €, 2017 (Hurrikanserie) 0,39 Mrd. € und 2020 (Corona-Pandemie) 1,21 Mrd. €. Bemerkenswert: Die Dividende wurde in genau diesen drei Jahren nicht gekürzt, sondern auf Vorjahresniveau gehalten.
Seit 2021 zeigt die Kurve steil nach oben. Das Konzernergebnis hat sich von 2,93 Mrd. € auf den Rekordwert von 6,12 Mrd. € (2025) mehr als verdoppelt, die Eigenkapitalrendite liegt seit 2024 über 18 %. Getragen wird das von den zuvor gestiegenen Preisen in der Schaden-Rückversicherung, höheren Kapitalanlageerträgen und Wachstum in weniger schwankungsanfälligen Bereichen. 2025 hat Munich Re das eigene Gewinnziel von 6,0 Mrd. € zum fünften Mal in Folge übertroffen.
Für 2026 lautet die Prognose 6,3 Mrd. €. Nach dem ersten Halbjahr stehen bereits 3,9 Mrd. € zu Buche (zweites Quartal: 2,2 Mrd. €), begünstigt durch niedrige Großschäden. Gleichzeitig räumt das Management Preisdruck bei den Vertragserneuerungen ein und hat die Umsatzprognose für 2026 von 64 auf 62 Mrd. € gesenkt. Das Gewinnziel bleibt unverändert.